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COVID-19

Informationen zum neuartigen Coronavirus - Tipps für den Umgang mit dem Virus

Liebe Angehörige,

wir haben für Sie hier einmal Informationen zur aktuellen Lage zusammengefasst. Selbstverständlich ist dies für uns alle eine ungewohnte Situation, aber seien Sie sich sicher - wir schaffen das! Unser Personal leistet weiterhin für unsere Bewohnerinnen und Bewohner alles erdenkliche. Helfen Sie uns deswegen auch: Indem Sie zu Hause bleiben. Nur so können wir die Situation meistern und eine weitere Ausbreitung verhindern. Vor allem gilt es jetzt, Risikogruppen zu schützen. An Menschlichkeit und Zuwendung soll es unseren Bewohnern nicht mangeln. Sie freuen sich jederzeit über Ihre Telefonanrufe. 

Im Januar zunächst in der chinesischen Stadt Wuhan ausgebrochen, verbreitet sich das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 schnell um die ganze Welt: Am 11. März stufte die Weltgesundheitsorganisation die durch das Virus ausgelöste Krankheit COVID-19 (Corona virus disease 2019) als Pandemie ein. Das Virus machte auch vor Deutschland nicht halt und verbreitete sich exponentiell. Viele Menschen fühlen sich verunsichert und von den zahlreichen Informationen und Nachrichten überfordert, machen sich Sorgen um ihre Angehörigen und fragen sich, wie sie sich richtig verhalten sollen. Wir haben Ihnen im Folgenden Antworten auf die wichtigsten Fragen zu der Pandemie und ihren Auswirkungen auf unsere Pflegeeinrichtungen zusammengestellt.

Welche offiziellen Besuchsregelungen gibt es für Alten- und Pflegeheime?

Allgemeines Besuchsverbot!

Liebe Angehörige,

momentan gilt es insbesondere, die Ausbreitung des Virus zu verhindern und Risikogruppen zu schützen. Hierzu gehören insbesondere ältere Menschen - also vor allem unsere Bewohnerinnen und Bewohner. Darum ist es uns wichtig und wir sehen es als unsere Pflicht, uns an das Besuchsverbot zu halten. Auch unsere Mitarbeitenden, die hier täglich Höchstleistungen vollbringen, müssen unbedingt geschützt werden.

Wir beziehen uns auf die Entscheidung von Ministerpräsident Armin Laschet, dass Alten- und Pflegeheime grundsätzlich nicht mehr besucht werden dürfen und haben diese Entscheidung mit sofortiger Wirkung umgesetzt.

So heißt es seit in der Verordnung der Landesregierung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vom 22. März 2020:

"In den Einrichtungen sind Besuche untersagt, die nicht der medizinischen oder pflegerischen Versorgung dienen oder aus Rechtsgründen erforderlich sind. Verstöße gegen das Besuchsverbot werden seitens der zuständigen Behörden geahndet."

Bis auf weiteres dürfen daher keine Besuche mehr stattfinden. Dies dient dem Schutz unserer Bewohner, denn diese zählen aufgrund Ihrers Alters und/oder Ihrer Vorerkrankung zu den Risikogruppen im Falle einer möglichen Ansteckung.

In seltenen besonderen Fällen sind Ausnahmeregelungen mit der Heim- oder Pflegedienstleitung vor Ort abzustimmen.

Was Sie jetzt tun können: Bitte helfen Sie mit die Ausbreitung zu verhindern und bleiben Sie zu Hause! Unsere Bewohner sind selbstverständlich weiterhin telefonisch zu erreichen und freuen sich auf Ihren Anruf. Unser Personal gibt täglich sein bestes, damit Sozialkontakte und Gesundheit nicht auf der Strecke bleiben. Wir wünschen Ihnen viel Kraft und Gesundheit in diesen Zeiten.

Wir sind in ständigem Austausch mit den entsprechenden Behörden und stimmen weitere ggf. notwendige Maßnahmen ab.

 

Weitere allgemeine Informationen finden Sie hier:

Welche Infektionsschutzmaßnahmen werden in der Einrichtung ergriffen?

Wir versuchen Bewohner, Besucher und Mitarbeitende möglichst umfassend zum neuartigen Virus zu informieren. Das Personal erhält zudem regelmäßige Schulungen.  

Handdesinfektionsmittel und Einmaltaschentücher werden in allen Bereichen unserer Häuser zur Verfügung gestellt, auch für Bewohner und Besucher. Diese sind in entsprechend gekennzeichneten Abfalleimern zu entsorgen. 

Bei der Pflege von Fieber- oder Atemwegserkrankten wird mit entsprechender Schutzausrüstung gearbeitet, da hier das Risiko für schwere Verläufe falls es zu einer Infektion kommt, höher ist. Sollte ein Transfer in eine andere Einrichtung, wie beispielsweise Krankenhäuser erfolgen, werden vorab der Verdacht auf Covid-19 bzw. Atemwegserkrankungen abgeklärt.

(Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html)

Bei welchen Symptomen sollten Angehörige Besuche lieber unterlassen?

Bitte bleiben Sie bei jeglichen Krankheitsanzeichen zu Hause. Dies betrifft nicht nur die typischen COVID-19 Symptome wie Fieber oder trockener Husten. Da das Virus zur Zeit noch wenig erforscht ist, sind auch weitere Symptomatiken möglich. Zudem schwächt auch bereits ein grippaler Infekt das Immunsystem älterer Menschen. Darum bitten wir Sie, auch bei Schnupfen- und Halsschmerzsymptomen zur Risikominderung auf Besuche zu verzichten. 

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html)

Zu welchen Einschränkungen kommt es im Betrieb?

Unser Personal arbeitet weiterhin auf Hochtouren, so dass der reguläre Betrieb weitergeführt wird. Die medizinische und ärztliche Versorgung ist zudem weiterhin gewährleistet. Wir schulen unser Personal zudem ständig hinsichtlich des Infektionsschutzes. 

Allerdings müssen wir Ausflüge und diverse Freizeitaktivitäten, insbesondere Gruppenangebote, einschränken. Mitunter kommt es auch dazu, dass Therapieangebote wegfallen.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus (SARS-CoV-2)

Wie wird der Coronavirus SARS-CoV-2 (COVID-19) übertragen?

Der neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 löst die Erkrankung COVID-19 aus und wird nach jetzigem Erkenntnisstand nach Angaben des Robert-Koch-Instituts hauptsächlich über Tröpfchen übertragen. Theoretisch sind aber auch Schmierinfektionen und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Vereinzelt wurden die neuartigen Coronaviren auch in Stuhlproben gefunden. Ob die Viren allerdings über den Stuhl übertragen werden können, ist nicht abschließend geklärt. Eine Übertragung über unbelebte Oberflächen wie zum Beispiel importierte Lebensmittel wurde bislang nicht dokumentiert und ist nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unwahrscheinlich.

Wie lange dauert es nach der Ansteckung, bis die Erkrankung bemerkbar ist?

Nach der Ansteckung dauert es wahrscheinlich einen bis 14 Tage, bis  die ersten Krankheitszeichen auftreten. Im Durchschnitt beträgt die Inkubationszeit 5 bis 6 Tage.

Wie verläuft COVID-19 und wie gefährlich ist die Krankheit?

Die Krankheitsverläufe sind je nach Patient sehr verschieden und reichen von symptomlosen Verläufen bis zu schweren Lungenentzündungen mit Todesfolge. Wie tödlich die Erkrankung ist, lässt sich noch nicht eindeutig sagen, da die tatsächliche Zahl der erkrankten Menschen unbekannt ist. Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung, liegt im Schnitt bei fünf bis sechs Tagen. Aktuell gibt es noch keinen Impfstoff zum Schutz vor COVID-19, passende Medikamente zur Behandlung werden erprobt.

Wie kann ich mich selbst und andere vor einer Ansteckung schützen?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt, sich regelmäßig und ausreichend lange (mindestens 20 Sekunden) die Hände zu waschen (https://www.infektionsschutz.de/fileadmin/infektionsschutz.de/Downloads/200309_BZgA_Atemwegsinfektion-Hygiene_schuetzt_3x_01_DE.pdf) . Husten und Niesen Sie entweder in ihre Armbeuge oder in ein Einwegtaschentuch, das danach sofort in einem Mülleimer mit Deckel entsorgt wird. Generell ist Abstand zu Menschen mit Husten, Schnupfen oder Fieber zu halten. Händeschütteln sollte unterlassen werden, auch von unnötigem Körperkontakt wie zum Beispiel Umarmungen ist abzuraten. Halten Sie zudem Ihre Hände von Ihrem Gesicht und insbesondere von den Schleimhäuten in Mund und Nase sowie von den Augen fern.

Wer die Möglichkeit hat, sollte außerdem auf Reisen verzichten, öffentliche Verkehrsmittel meiden und von Zuhause aus arbeiten. Im Allgemeinen sollten jegliche soziale Kontakte auf das Notwendigste reduziert werden. Meiden Sie Veranstaltungen mit Menschenansammlungen sowie zu Personen aus der Risikogruppe. Menschen, die älter als 60 Jahre sind, sollten sich gegen Pneumokokken impfen lassen.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum ist für Personen sinnvoll, die an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankt sind. Damit der Mund-Nasen-Schutz wirksam ist, muss er eng anliegend getragen und bei Durchfeuchtung gewechselt werden. Betroffene sollten sich von einer medizinischen Fachkraft beraten lassen. Laut der Weltgesundheitsorganisation kann eine Maske allein zudem nicht vor einer Ansteckung schützen: Ein Schutz ist nur gegeben, wenn das Tragen der Maske mit anderen Maßnahmen wie dem regelmäßigen Händewaschen kombiniert wird. Zusätzlich sollte die Maske während des Tragens nicht berührt werden. (https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/advice-for-public/when-and-how-to-use-masks)

Wer gehört zur Risikogruppe?

Bestimmte Personen haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung. Dazu gehören insbesondere ältere Menschen: Ab etwa 50-60 Jahren steigt das Risiko für eine schwerwiegende Krankheitsentwicklung stetig. Zu den besonders gefährdeten Personen gehören außerdem Raucher und solche mit bestimmten Vorerkrankungen des Herzens, der Lunge, chronischen Lebererkrankungen, Diabetes, Krebserkrankungen oder einem geschwächtem Immunsystem. 

Was sollte ich bei Symptomatiken oder Kontakt mit Infizierten beachten?

Wenn Sie in den letzten Wochen Kontakt mit Personen aus besonders betroffenen Gebieten, wie etwa Italien, China, Spanien oder Frankreich hatten, empfiehlt das Robert-Koch-Institut eine 2-wöchige häusliche Isolation. Risikogebiete und weitere Empfehlungen finden Sie hier: 

Sollten Sie Krankheitssymptome wie Fieber oder trockenen Husten bei sich feststellen, steht Ihnen der ärztliche Notdienst unter 116 117 zur Verfügung. Hier werden Sie zunächst telefonisch zu weiteren Schritten beraten.

(Quelle: https://www.kvwl.de/arzt/kv_dienste/info/berichte/dok/coronavirus/patienteninfo_coronavirus.pdf

Sollte ich zum Hausarzt gehen?

Sie haben momentan die Möglichkeit, in Ihrer Hausarztpraxis anzurufen und sich bis zu sieben Tage telefonisch krankschreiben zu lassen. Diese Maßnahme erfolgt insbesondere um Arztpraxen und das Gesundheitssystem zu entlasten und weitere Infizierungen, z. B. durch Aufenthalte in Wartezimmern, zu vermeiden. 

(Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/krankmeldung-erkaeltung-101.html

Kinderbetreuung und Schulschließungen

Der Unterrichtsbetrieb in ganz NRW ist ab einschließlich Montag, dem 16.03.20 bis nach den Osterferien, dem 19.04.20 ausgesetzt. Hinsichtlich der Abiturprüfungen und Vorklausuren werden Nachholtermine eingerichtet. Auch alternative Prüfungsformate sind angedacht. Bis die Schulen wieder öffnen, sind auch prophylaktisch alle Schulausflüge und Klassenfahrten abgesagt. 

Für die Kinderbetreuung werden Eltern zunächst gebeten, eigene Lösungen wie beispielsweise Home Office zu finden. Für Kinder, deren Eltern im Gesundheitswesen oder in Berufen zur Erhaltung der  öffentlichen Ordnung arbeiten, wird es ein verlässliches Betreuungsangebot geben. Informationen hierzu erhalten Sie beim Schulministerium oder Ihrer jeweiligen Kommune. (Quelle: https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/index.html)

Weitere Informationen finden Sie hier: 

https://www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/Ministerium/Presse/Pressemitteilungen/2020_17_LegPer/PM20200313_Schulschliessung/index.html 

 

Wo erhalte ich weitere Informationen?

Umfangreiche Informationen bietet Ihnen die Webseite des Robert-Koch-Instituts. Hier finden Sie neben einem aktuellen Tagesbericht zahlreiche Handlungsempfehlungen. Vor Ort informiert Sie das zuständige Gesundheitsamt.  

Zusätzlich hat das Gesundheitsministerium NRW ein Bürgertelefon eingerichtet. Hier beantworten Mitarbeitende Mo.-Fr. von 8-18 Uhr unter 0211-91191001 Ihre Fragen.